Nach Hause kommen …

So bin ich noch nie nach Hause gekommen:
Alles war unglaublich klar, rein, aufgeräumt.
Nichts stand rum, war im Weg …
Das war diesmal nicht mein Verdienst. Nein.
Die Haushüter hatten uns umsorgt. Unsere Haushüter! Sie waren so fürsorglich und lieb! Große Freude … Da ist man mal weg und dann sowas!
Wir hatten die paar Tage, um uns innerlich aufzuräumen, auszuruhen, unsere 25 Liebes-Jahre Revue passieren zu lassen, uns gegenseitig zu bestätigen, zu begeistern … raus zu holen … aus dem Alltag … Luft zu schnappen und mit unseren Flügeln Aufwind zu schlagen … uns in die Augen zu schauen und zu sagen:
„Ja, das sind wir beide“, … wie zwei Seepferdchen, die ihr ganzes Leben lang zusammen bleiben … Dafür hatten wir den Raum und so viel schöne Zeit!
Was für ein Glück! Ohne unsere Haushüter und unsere lieben Fürsorger, die uns das schenkten, wäre das jetzt so, in diesem Ausmaß, nicht gelungen.
Tausend Dank!
Tausend Dank auch an unsere vier anderen Kinder, die die beiden Akteure hier zu Hause mental so toll getragen haben!
Wir Eltern haben uns eine wichtige Antwort gegeben: Ja,
wir leben gern und in Freude zusammen, wir bereuen nichts, wir werden immer wieder zueinander finden bei Sonnenschein und auch in ganz fiesen Zeiten.
So klar und neu entflammt finden wir ein liebevoll bereitetes Nest vor, das uns unsere Kinder geschenkt haben, die echt wissen, wie es geht …
Wie schön, das Glück wachsen zu sehen!

25 Jahre …

…Ehe sind eine lange Zeit, die an uns vorbei gerauscht ist wie ein stürmischer Regenguss im April.
Fassungslos kapiere ich, dass ich wirklich viele Jahre älter bin als damals im Winter 1991, als ich verliebt mit meinem Liebsten um den Dom gesprungen bin, nachts um drei im frisch gefallenen Schnee.
Ein Jahr später haben wir uns geheiratet, in Erwartung eines ausgefüllten glücklichen Lebens mit vielen ersehnten Kindern.
Was soll ich sagen? Alle unsere Erwartungen haben sich erfüllt. Unser Leben war unaufhaltsam, ereignisreich, lebhaft, atemlos und geruhsam, still … einfach alles … Wir haben uns verloren und wiedergefunden, jeder für sich und miteinander.
Wir konnten zulassen, den anderen wachsen zu sehen, haben uns beigestanden und unterstützt. Haben gestritten und geliebt, liefen voreinander, hintereinander und nebeneinander her, mal dicht beieinander, mal weiter weg … mal aus dem Takt, dann wieder in den Gleichschritt hüpfend.
Wir sahen unsere vielen Kinder aufwachsen, haben vergessen, wie anstrengend manche Tage und Nächte waren, haben uns den Kopf zerbrochen, wie wir Unheil von ihnen fern halten konnten, sind gescheitert und haben gewonnen.
Wir hatten viel zu lachen und viel zu weinen … und würden alles wieder genauso machen.
Die Kunst, das eigene Leben zu leben, macht glücklich.

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Das sagen wir beide.

Zwölfter April – Juchhu! …

Meine drei Straußeneier sind endlich da!!!
Die größten Eier der Welt lassen sich total gut bemalen! Man hat so schön viel daran zu tun! Das finde ich toll!
Heute habe ich eigentlich Hausputz und so vorgehabt, dann kam das Paket mit den Eiern an … Mann, das hab ich mir schon sooo lange gewünscht: ein riesiges Ei, mit dicker Schale, schwer kaputt zu kriegen.
Jetzt, wo das erste fertig ist, ist mir die Fläche wieder nicht groß genug, hab aber eben gegoogelt: es gibt keine größeren Eier!
Zum Glück sind ja noch zwei da, darauf kann ich mich noch freuen.
Mit dem Aufräumen und dem Hausputz hinke ich dann eben hinterher und meine große Familie, die Ostern hier ist, muss sich ihre Plätze freischaufeln.
Styroporeier hab ich ja auch schon viele bemalt, die beklebe ich aber vorher mit Papier und grundiere sie, sonst hält darauf nix.
Gänseeier sind auch gut, gehen aber leicht kaputt.
Na, und die klitzekleinen Eier von Hühnern sehen so süß aus neben denen vom Strauß.
Hier seht ihr mein Glück:
1. Bild: Straußenei
2. Bild: links Styropor-Ei, rechts Emu-Ei
2. Bild: Arbeitsplatz mit kaputtem Gänseei, Hühnereiern, dem angefangenen Straußenei, dem Emu-Ei und den wunderbaren Alkoholtinten … es fehlen die herrlichen Poscastifte …

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11. April … Die Liebe…

… belebt alle Arbeit, sie belebt das gesamte Dasein. Wer hätte das gedacht?
Ist es nicht so? Das, was wir nicht machen wollen, wozu wir keine Lust haben, ist eine Quälerei.
Es gelingt uns nicht, irgendetwas, das uns glücklich macht, zu erschaffen …
Egal, was es ist, es wird einfach nichts.
Dann bedeutet also umgekehrt, dass alles, was wir lieben, automatisch von Erfolg gekrönt ist? Wenn das so einfach wäre!
Aber wirklich: es IST so einfach.
Dabei liegt natürlich der Erfolg im Auge des Betrachters. Und wer entscheidet darüber, was für uns ein Erfolg ist? Doch nur wir selbst!
In diesem Sinne: lasst die Liebe herein!
Wir haben es zur Zeit doch so leicht! Der Frühling trägt uns auf seinen frischen sonnigen Schwingen fort.
Wir werden so träumerisch und stehen doch mit beiden Beinen mittendrin in all der Herrlichkeit! Selbst ein dunkel verhangener Himmel voll schwerer dicker Regenwolken ist willkommen. Bildet er doch einen wunderschönen Kontrast zu den hellgrünen zarten neuen Blättchen. Ich liebe dieses Schauspiel!
Nur ein kleines Bild heute, von aufkeimender Hoffnung …
In ein paar Tagen möchte ich euch viele neue bemalte Eier zeigen, auch Straußeneier, die sogar erst nach Ostern fertig werden …img_20150902_182153

Gestern: 22 Grad

Gestern war Gartentag.
Gestern traf sich hier ein Viertel Familie.
Gestern habe ich niemanden in den April geschickt.
Gestern war ich stark und hatte gut geschlafen.
Gestern Abend aber fand ich mich doof.

Dabei war doch alles gut:
gegraben hab ich das Kartoffel-Beet zur Hälfte,
dann Moos gekratzt von den Stauden (wir haben einfach zu wenig Sonne im Garten … Nachbars Bäume …),
die Rosen sind alle beschnitten,
ein Flechtzaun ist abgebaut und zum Neuaufbau vorbereitet  …
und zwischendurch bin ich immer wieder reingerannt, um die Gänseeier anzumalen, die noch übrig waren vom Workshop neulich.
Weil das so glücklich macht, hab ich gleich noch 24 Gänseeier und 48 Hühnereier, ausgepustet und gewaschen, im Internet bestellt.
Glück für 14 Tage … kommt Mittwoch mit der Post.
Dazu die feinen Alkoholtinten, die man übrigens selber machen kann mit dem hochprozentigen Isopropanolalkohol, den ich auch für die Gelee-Druckplatten genommen habe, und Aufffülltinten für Stempelkissen …
Und natürlich die tollen Posca-Stifte, die es mit drei verschieden dicken Spitzen gibt und in immer mehr schönen Farben!

Also keine Ahnung, warum mich andauernd Zweifel und innere Unzufriedenheit plagen. Meterhohe Ansprüche wahrscheinlich.
Ich hab wohl zu viel Übung darin, mir das Leben schwer zu machen … und zu wenig Übung in Achtsamkeit mir selbst gegenüber.

Hier sind ein paar Bilder für euch von den ersten Ostereiern:

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1.April – gerade noch

Wenn ich meine letzten Beiträge lese, schaudert`s mich.
Denn so wollte ich nicht schreiben.
So eingeschlafen … alt … verstaubt … lasch.
Ich hatte so einen hohen Anspruch.
Jedes Wort sollte reinhauen … knallen … aufwecken … berühren …  mit atemberaubender Leichtigkeit. Ach!
Das Glück strömte in der letzten Zeit so gar nicht aus mir und meinem Stift.
Dabei war ich glücklich bei jedem Wort und meinte es genau so!
Es ist eben eine Kunst … darüber zu schreiben, wie glücklich man ist.
Manchmal findet der Mensch einzig platte Worte und versteht sie nur selbst und dann muss er seinen Anspruch runterschrauben. Und auf dem Grund des Glückes erstmal ankommen …
Kein Bild heute.
Ich will bald über einen besonderen Menschen schreiben und euch auch was von ihm zeigen. Muss erst klären, ob ich darf.
Ihr könnt euch drauf freuen, es wird schön.