„6 cm in acht Jahren“ oder „Vom Glück des Wiederfindens“

Gestern ist ein kleines Wunder geschehen.
Vor acht Jahren war der schwere goldene Ehering meines Mannes bei heftiger Gartenarbeit vom Finger geflogen und irgendwo in der Weite unseres Gartens gelandet.
Stunden um Stunden haben wir damals gesucht. Jeder hatte eine andere Idee, wo.
Aber vergeblich.
Immer mal wieder in all den Jahren grasten wir das ganze Gebiet ab und hatten doch keine Ahnung davon, wie schnell so ein Reif sich ins Erdreich eingräbt.
Vor einem Jahr kam Albert, ein engagierter Schatzsucher, dazu und graste mit.
Er hatte ein Gerät.
Wieder Stunden um Stunden holte er nur Nägel, Kronkorken, kleine Aluminiumteile, Krampen und anderes „vergessene“ Metall ans Tageslicht.
Meine Güte! Das war alles nicht von uns! Das war schon vorher drin! Das war von früher!

Woanders irgendwo in Mecklenburg fand Albert sogar einen alten Pflug und stieß einmal auch auf ein Hundeskelett in einem Teich, wo noch das Halsband dran war und ein metallisches Signal abgab …
Aber bei uns fand er nicht die geringste Spur von Gold, wir gaben die Hoffnung auf.

Vor ein paar Tagen rief Albert aber wieder an und sagte mir, er hätte jetzt ein neues Gerät … ob er nochmal suchen solle.
Na klar! Ich war begeistert von seiner Hartnäckigkeit!
Und so kam er gestern wieder und brachte auch noch einen hilfsbereiten Freund mit.
Nach zwei Stunden und einer Handvoll Nägel usw. waren der Freund und ich aufgrund schrumpfender Zuversicht schon gar nicht mehr so bei der Sache und redeten über dies und das, während Albert still und emsig suchte und grub und suchte und grub.
Dann sagte er auf einmal: „Hier“ und holte den Ring aus der Erde.
Sechs Zentimeter hatte der in acht Jahren geschafft!
Ein Meilenstein – auch für Albert … das erste Mal Gold gefunden!
Tausendmal Dankeschön dafür!!!
Wiederfinden macht glücklich!
Glücklich macht auch, solche Menschen wie Albert und Sascha zu kennen …

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